Herzlich Willkommen auf meinem Blog !!
ich habe für 2013/2014 10 Monate in Tansania, Tosamaganga gelebt. Dort habe ich in einem Kinder- und Waisenheim gelebt. Hier kann man über meine Erlebnisse und Erfahrungen während der 10 Monate lesen und sich über die Aktion Milchpulver für Tosamaganga informieren.
ich habe für 2013/2014 10 Monate in Tansania, Tosamaganga gelebt. Dort habe ich in einem Kinder- und Waisenheim gelebt. Hier kann man über meine Erlebnisse und Erfahrungen während der 10 Monate lesen und sich über die Aktion Milchpulver für Tosamaganga informieren.
Bei persönlichen Fragen kann man gerne über das Kontaktformular schreiben.
Viel Spaß !
Viel Spaß !
Donnerstag, 24. April 2014
Dienstag, 22. April 2014
I. Kirche
Pünktlich zum vergangenen Ostern fange ich mit dem Thema Kirche an. Natürlich nochmal Frohe Ostern an alle, ich hoffe ihr hattet ein paar schöne Feiertage.
Kirche spielt hier in Tansania definitiv eine große Rolle. Ob Musik, Dekoration, Alltag oder einfache Begrüßungen, der Glaube an Gott ist überall spürbar. Morgens, wenn ich bei den Kindern bin läuft im Hintergrund über Handy-Radio immer eine Morgenmesse mit, was mir ehrlich gesagt morgens um 6 oft auf die Nerven geht. Für die Menschen hier gehört es einfach dazu. Auch den Tag über läuft neben der "angesagten" Musik aus Tansania oft tansanische Kirchenmusik, die deutlich freudiger und lebendiger ist als deutsche Kirchenmusik.
Die Dekoration der Räume hier kann man als kitschig bezeichnen. Alles was glitzert, leuchtet und am besten noch neonpink oder grün ist, lieben die Menschen hier. Zudem jede Menge Kreuze, Jesusbilder oder irgendwelche Bilder von Päpsten, Heiligen und anderen religiösen Menschen. Als Begrüßung, besonders bei Brüdern und Schwestern, wird meistens "Tumsifu Yesu Kristo" verwendet, was soviel heißt wie "Gelobt sei Jesus Christus". In Deutschland wäre es vollkommen unmöglich durch die Gegend zu laufen und die Leute mit Gelobt sei Jesus Christus anzusprechen, hier ist es allerdings ganz normal.
Allgemein gibt es in Tansania unglaublich viele Schwestern und Brüder. Man läuft eigentlich dauernd welchen über den Weg, wenn man nicht sogar mit ihnen zusammen lebt. Viele Bildungseinrichtungen werden hier von Brüdern oder Schwestern geleitet, sodass Schule auch unwiderruflich mit kirchlicher Erziehung zusammen hängt. An fast jeder Schule wird morgens gebetet und an Internaten natürlich auch abends. Schwestern und Brüder haben hier einen hohen Stand in der Gesellschaft. Darüber stehen eigentlich nur Priester und Bischöfe. Auch ist deutlich zu sehen, dass die Kirche in Tansania deutlich mehr Geld hat als große Teile der Bevölkerung. Die Schwestern und Brüder leben in großen Gebäuden, die Wohlstand und für tansanische Verhältnisse Reichtum ausdrücken. Vielleicht ist es deswegen auch so verlockend in Tansania auf kirchlicher Ebene aufzusteigen.
In unserer Einsatzstelle werden wir nicht ganz so extrem in den religiösen Alltag der Schwestern eingebunden. Beten tun wir nur vor und nach jedem Essen. Sonntags heißt es natürlich für alle Menschen Kirche. Das gehört zum Leben dazu, wie Essen und Trinken. So gehen auch wir brav jeden Sonntag in die Kirche. Diese dauert meist von 8 bis ca. 9:30 Uhr, was für tansanische Verhältnisse fast schon kurz ist.
Dort gehen wir immer zusammen mit den großen Kindern hin, was manchmal sehr unterhaltsam ist, da diese oft im Sitzen einnicken und auch mal von den Bänken fallen.
Für die Kirche machen sich immer alle Menschen schick und es ist fast wie ein Feiertag. Sonntags trifft man immer viele Menschen, besonders nach der Messe, was auch eigentlich immer ganz schön ist.
Der Glaube an Gott ist für viele Menschen hier sehr wichtig. Sie machen ihn nicht für ihre Situation verantwortlich, sondern beten und danken für das was sie haben und hoffen darauf, dass Gott ihnen im Leben hilft.
Einerseits finde ich den Gottesglauben hier sehr beeindruckend. Die Menschen glauben wirklich fest an Gott und ihre Religiösität spiegelt sich viel in ihrem Leben wieder.
Manchmal ist es mir aber auch einfach zu viel und ich frage mich, ob sie wirklich jedes mal mit festem Glauben beten oder es einfach nur machen weil es dazu gehört.
Auch Ostern war natürlich wieder ein Kirchenmarathon.
Von Donnerstag bis Montag waren wir jeden Tag in der Kirche. Immer so zwischen 2 und 3 Stunden. Während es Donnerstag und Freitag eher sehr ruhige Kirchengänge waren, wurde Samstag zur Auferstehung richtig gefeiert. Der Gottesdienst ging dann auch gleich mal 4 Stunden. Das Gejubel und die Freude hat uns sehr berührt. Befremdlich fanden wir es allerdings, als alle nach vorne gegangen sind und Jesus am Kreuz kniend geküsst haben. Ich habe schon vom Hinsehen Herpes bekommen und mich deshalb dezent zurück gehalten.
Montag ging auch nochmal 3 1/2 Stunden, da auch noch ca. 30 Kinder getauft wurden.
Das viele Knien im katholischen Gottesdienst halte ich nach wie vor für unnötig und meine Knie tun jedes mal wieder weh.
Montag war dann auch noch eine kleine Osterfeier im Waisenheim mit den Kindern. Sonntagabend hatten wir Eier gefärbt und die mampften die Kinder Montag dann sehr zufrieden, was uns allen viel Freude gemacht hat.
Allgemein gewöhnt man sich eigentlich schnell an die Kirchengänge sonntags und es gehört auch mittlerweile echt dazu, obwohl unsere Motivation natürlich nicht immer auf 100 % ist.
Bilder von unserem Osterfest versuche ich sobald wie möglich hochzuladen.
Wer Fragen zu dem Thema Kirche hat kann mir diese gerne über das "Kontaktformular" auf dem Blog hier senden und ich trage natürlich alle Informationen nach.
Das wars erstmal ☺
Kirche spielt hier in Tansania definitiv eine große Rolle. Ob Musik, Dekoration, Alltag oder einfache Begrüßungen, der Glaube an Gott ist überall spürbar. Morgens, wenn ich bei den Kindern bin läuft im Hintergrund über Handy-Radio immer eine Morgenmesse mit, was mir ehrlich gesagt morgens um 6 oft auf die Nerven geht. Für die Menschen hier gehört es einfach dazu. Auch den Tag über läuft neben der "angesagten" Musik aus Tansania oft tansanische Kirchenmusik, die deutlich freudiger und lebendiger ist als deutsche Kirchenmusik.
Die Dekoration der Räume hier kann man als kitschig bezeichnen. Alles was glitzert, leuchtet und am besten noch neonpink oder grün ist, lieben die Menschen hier. Zudem jede Menge Kreuze, Jesusbilder oder irgendwelche Bilder von Päpsten, Heiligen und anderen religiösen Menschen. Als Begrüßung, besonders bei Brüdern und Schwestern, wird meistens "Tumsifu Yesu Kristo" verwendet, was soviel heißt wie "Gelobt sei Jesus Christus". In Deutschland wäre es vollkommen unmöglich durch die Gegend zu laufen und die Leute mit Gelobt sei Jesus Christus anzusprechen, hier ist es allerdings ganz normal.
Allgemein gibt es in Tansania unglaublich viele Schwestern und Brüder. Man läuft eigentlich dauernd welchen über den Weg, wenn man nicht sogar mit ihnen zusammen lebt. Viele Bildungseinrichtungen werden hier von Brüdern oder Schwestern geleitet, sodass Schule auch unwiderruflich mit kirchlicher Erziehung zusammen hängt. An fast jeder Schule wird morgens gebetet und an Internaten natürlich auch abends. Schwestern und Brüder haben hier einen hohen Stand in der Gesellschaft. Darüber stehen eigentlich nur Priester und Bischöfe. Auch ist deutlich zu sehen, dass die Kirche in Tansania deutlich mehr Geld hat als große Teile der Bevölkerung. Die Schwestern und Brüder leben in großen Gebäuden, die Wohlstand und für tansanische Verhältnisse Reichtum ausdrücken. Vielleicht ist es deswegen auch so verlockend in Tansania auf kirchlicher Ebene aufzusteigen.
In unserer Einsatzstelle werden wir nicht ganz so extrem in den religiösen Alltag der Schwestern eingebunden. Beten tun wir nur vor und nach jedem Essen. Sonntags heißt es natürlich für alle Menschen Kirche. Das gehört zum Leben dazu, wie Essen und Trinken. So gehen auch wir brav jeden Sonntag in die Kirche. Diese dauert meist von 8 bis ca. 9:30 Uhr, was für tansanische Verhältnisse fast schon kurz ist.
Dort gehen wir immer zusammen mit den großen Kindern hin, was manchmal sehr unterhaltsam ist, da diese oft im Sitzen einnicken und auch mal von den Bänken fallen.
Für die Kirche machen sich immer alle Menschen schick und es ist fast wie ein Feiertag. Sonntags trifft man immer viele Menschen, besonders nach der Messe, was auch eigentlich immer ganz schön ist.
Der Glaube an Gott ist für viele Menschen hier sehr wichtig. Sie machen ihn nicht für ihre Situation verantwortlich, sondern beten und danken für das was sie haben und hoffen darauf, dass Gott ihnen im Leben hilft.
Einerseits finde ich den Gottesglauben hier sehr beeindruckend. Die Menschen glauben wirklich fest an Gott und ihre Religiösität spiegelt sich viel in ihrem Leben wieder.
Manchmal ist es mir aber auch einfach zu viel und ich frage mich, ob sie wirklich jedes mal mit festem Glauben beten oder es einfach nur machen weil es dazu gehört.
Auch Ostern war natürlich wieder ein Kirchenmarathon.
Von Donnerstag bis Montag waren wir jeden Tag in der Kirche. Immer so zwischen 2 und 3 Stunden. Während es Donnerstag und Freitag eher sehr ruhige Kirchengänge waren, wurde Samstag zur Auferstehung richtig gefeiert. Der Gottesdienst ging dann auch gleich mal 4 Stunden. Das Gejubel und die Freude hat uns sehr berührt. Befremdlich fanden wir es allerdings, als alle nach vorne gegangen sind und Jesus am Kreuz kniend geküsst haben. Ich habe schon vom Hinsehen Herpes bekommen und mich deshalb dezent zurück gehalten.
Montag ging auch nochmal 3 1/2 Stunden, da auch noch ca. 30 Kinder getauft wurden.
Das viele Knien im katholischen Gottesdienst halte ich nach wie vor für unnötig und meine Knie tun jedes mal wieder weh.
Montag war dann auch noch eine kleine Osterfeier im Waisenheim mit den Kindern. Sonntagabend hatten wir Eier gefärbt und die mampften die Kinder Montag dann sehr zufrieden, was uns allen viel Freude gemacht hat.
Allgemein gewöhnt man sich eigentlich schnell an die Kirchengänge sonntags und es gehört auch mittlerweile echt dazu, obwohl unsere Motivation natürlich nicht immer auf 100 % ist.
Bilder von unserem Osterfest versuche ich sobald wie möglich hochzuladen.
Wer Fragen zu dem Thema Kirche hat kann mir diese gerne über das "Kontaktformular" auf dem Blog hier senden und ich trage natürlich alle Informationen nach.
Das wars erstmal ☺
Erstmal ein paar Bilder
Leben in Tansania
Da mich immer wieder Leute zu allgemeinen Dingen über das Leben in Tansania fragen, mache ich ab jetzt ab und zu mal Blog-Einträge über Themen wie: Männer+Frauen, Reisen, Essen, Kinder, Kirche, Bildung, Wohnen, Versorgung, Lebensstandard und so weiter. Dadurch wird es hier auch etwas lebendiger und ich kann eigene Erfahrungen mi den Themen gut einbringen. Wer interessiert ist, kann ja ab und zu mal vorbei gucken, ob es was neues gibt ☺
Dienstag, 1. April 2014
Tagesablauf
Hallöchen aus Tansania !!
Jetzt sind wir schon wieder einen Monat lang zurück im Waisenheim und ich bin wieder voll drin im Alltag. Mein Tag beginnt jetzt um 5:30 Uhr, da ich um 6:00 Uhr Kinder wecke, wasche und wickle. Das Aufstehen ist gar nicht so schlimm gedacht, allerdings falle ich abends um 21:00 Uhr auch müde in mein Bett. Außerdem hat sich meine Tätigkeit in der Schneiderschule etwas geändert. Anstatt wie zuvor montags und donnerstags nur Englisch zu unterrichten, unterrichte ich jetzt auch noch Mathe und Computer. Hier mal ein ungefährer Ablauf meines Tages (dieser Ablauf bezieht sich auf Montag und Donnerstag, an den anderen Tagen fällt der Unterricht in der Schneiderschule weg):
Jetzt sind wir schon wieder einen Monat lang zurück im Waisenheim und ich bin wieder voll drin im Alltag. Mein Tag beginnt jetzt um 5:30 Uhr, da ich um 6:00 Uhr Kinder wecke, wasche und wickle. Das Aufstehen ist gar nicht so schlimm gedacht, allerdings falle ich abends um 21:00 Uhr auch müde in mein Bett. Außerdem hat sich meine Tätigkeit in der Schneiderschule etwas geändert. Anstatt wie zuvor montags und donnerstags nur Englisch zu unterrichten, unterrichte ich jetzt auch noch Mathe und Computer. Hier mal ein ungefährer Ablauf meines Tages (dieser Ablauf bezieht sich auf Montag und Donnerstag, an den anderen Tagen fällt der Unterricht in der Schneiderschule weg):
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5:45 Uhr
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Aufstehen, Fertig machen, Versuchen Nina nicht zu wecken
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6:00 Uhr
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Kinder wecken, wickeln, Milch geben, Betten machen
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7:20 Uhr
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Abspülen
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7:30 Uhr
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Nochmal kurz aufs Zimmer
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8:00 Uhr
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Mathe in Schneiderschule unterrichten
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9:15 Uhr
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Wieder zu den Kindern
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9:30 Uhr
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Kinder wickeln
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9:45 Uhr
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Kinder mit Uji füttern
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10:15 Uhr
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Kinder in Bett bringen
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10:30 Uhr
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Ab unter die eiskalte Dusche
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11:20 Uhr
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Englisch in Schneiderschule unterrichten
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12:20 Uhr
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Kinder wecken
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12:30 Uhr
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Kinder wickeln
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12:50 Uhr
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Milch für Kinder abfüllen
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13:15 Uhr
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Mittagessen
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13:45 Uhr
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Kurz auf das Zimmer
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14:00 Uhr
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Computerunterricht in der Schneiderschule geben
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15:45 Uhr
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Zu den Kindern eilen, um noch ein bisschen beim Füttern zu helfen
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16:00 Uhr
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Meinem Johnny für heute Gute Nacht sagen
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16:05 Uhr
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Wäsche und Windeln zusammen legen
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16:30 Uhr
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Tee trinken mit Nina
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17:25 Uhr
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Auf zur Abendmesse mit Nina
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18:20 Uhr
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Rückweg von Abendmesse
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18:30 Uhr
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Kurz mit Kindern plaudern
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18:45 Uhr
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Ein Gewitter zieht auf, wir flüchten in unser Zimmer
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19:00 Uhr
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Mal in die Tests aus der Englischstunde gucken, Briefe schreiben
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19:40 Uhr
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Abendessen
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20:30 Uhr
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Abwaschen, Beten, den Schwestern gute Nacht sagen
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20:40 Uhr
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Fertig machen zum Schlafen
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20:50 Uhr
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Noch ein bisschen lesen
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21:15 Uhr
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Schlafen
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Dienstag, 11. März 2014
Bildeeer
Montag, 10. März 2014
Was im Februar geschah
Halli-Hallo aus dem schönen Tansania an alle Leser J
Seit einer Woche bin ich nun endlich wieder in meinem tansanischen Zuhause. Das Zurückkommen nach einem Monat hat sich wirklich wie Nach-hause-kommen angefühlt und es war einfach total schön wieder Menschen und Umgebung zu kennen.
In dem vergangenen Monat ist wieder viel passiert und wir haben offiziell die Halbzeit erreicht!! Wir haben jetzt unseren ersten Urlaub hinter uns, der uns durch den gesamten Norden von Tansania geführt hat. Dort sind wir von Einsatzstelle zu Einsatzstelle gereist und haben unsere Mitreisenden von der Caritas besucht.
Angefangen hat unsere große Reise am 6.2.2014 in Richtung Daressalaam. Dort fand nämlich unser Zwischenseminar mit der ganzen Gruppe statt.
Das Zwischenseminar war sehr schön und es war auch ordentlich was zutun. Wir hatten Einzelgespräche mit unseren deutschen Mentoren, mussten in Gruppen bestimmte Themen in Bezug auf Tansania ausarbeiten, waren an der Uni in Dar zu Besuch, hatten einen Reporter zu Gast, haben einen „Bunten Abend“ mit den Leuten vom Agape Centre veranstaltet und hatten mal wieder einen sehr erholsamen Strandtag. Außerdem Morgenandachten und auch abends nochmal einen Abschluss in der Gruppe. Außerdem haben wir uns endlich mal wieder alle gesehen und nach 4 Monaten Tansania gab es natürlich viel zu reden und auch viel zu hören. Ich fand es erstaunlich, wie verschieden doch die Erlebnisse von der bisherigen Zeit waren. Insgesamt waren aber glaube ich alle recht zufrieden.
Nach dem Zwischenseminar am 14.2. ging es weiter nach Bagamoyo. Dort waren wir mit 16 Leuten, was manchmal doch etwas chaotisch war. In Bagamoyo hatten wir leider nicht so gutes Wetter und auch die Strände waren nicht sooo super schön. Trotzdem haben wir das Beste draus gemacht und dort ein paar schöne Tage verbracht. Am Montag den 17.2. ging unsere Reise dann wirklich los, denn von nun an reisten Nina und ich alleine durch den schönen Norden Tansanias. Unsere Reise ging in Bagamoyo mit dem Dalla-Dalla los, das uns über Holper-Straßen zu einer größeren Busstation brachte. Dort kamen wir ca. um 8 an und hatten somit noch genug Zeit zum frühstücken. Das taten wir in einer kleinen „Hütte“, die eigentlich nicht mal Wände hatte. Als wir reinkamen war der einzige Tisch schon belegt und wir wollten uns auf eine Bank setzen. Allerdings sind dann schon mehrere Menschen aufgestanden, sodass wir letztendlich doch am Tisch saßen. Unser Frühstück bestand dann aus sehr leckeren Chapatis und einer Tasse Tee. Als wir bezahlen wollten, wurden wir auch noch von einem netten Herr eingeladen, was wir sehr rührend fanden. Danach ging die Warterei los. Reisen in Tansania besteht aus viel Busfahren und viel Warten. Allerdings gibt es auch immer sehr viele nette Menschen, die einem unbedingt helfen wollen. So haben wir auch an diesem Busstand mindestens 3 Leuten unsere Bustickets gezeigt, die dann alle für uns Ausschau hielten. Seit den ersten 5 Minuten unserer Wartezeit überlegten wir, ob wir uns noch Ananas kaufen sollten. Allerdings ließen wir es immer, weil wir dachten „Der Bus kommt gleich, da muss es schnell gehen“ Nach einer Stunde Hin und Her entschlossen wir uns doch noch Ananas zu kaufen und Nina machte sich auf zu den Verkäufern. Dieser wollte gerade anfangen zu schneiden, als dann der Bus einfuhr. Der hatte es sehr eilig, dass wir einsteigen und somit mussten wir den Verkäufer leider sitzen lassen. Der Bus war ein echter Luxus-Bus. Wir saßen direkt in vorderster Reihe und hatten somit auch (leider) perfekte Sicht auf die Straße. Wenn man keinen Nervenzusammenbruch haben möchte, sollte man entweder die Augen zu haben oder nicht darüber nachdenken, was der Busfahrer gerade tut. Mit zwischenzeitlich 140 rasten wir über die tansanischen Straßen, überholten mit unserem Reisebus riesige Öltanker, machten Vollbremsungen vor Schafherden oder hupten wild irgendwelche Autos/Tiere/Menschen an. Überholt wird in Tansania wild hupend an ungefähr jeder Stelle, ob man gute Sicht hat oder nicht. Immer wieder kamen mir Bilder von brennenden Bussen aus den tansanischen Nachrichten in den Kopf (jeden Tag wird in den Nachrichten von irgendwelchen Unfällen berichtet). Am besten war es also einfach zu schlafen. Ansonsten war die Fahrt sehr komfortabel. Wir bekamen kalte Soda und machten Rast an einem riesigen Rastplatz, wo man das Mittagsessen kaufen konnte. Ohne weitere Probleme kamen wir nach 7 Stunden an unserer ersten Station Mwanga an. Busfahren in Tansania ist zwar anstrengend, aber es macht auch Spaß, da man durch typisch afrikanische Landschaften fährt wo kilometerweit einfach nur nichts ist.
Das Aussteigen war dann wieder etwas stressig, da wir von bestimmt 20 Männern umzingelt wurden, die alle wissen wollten wohin wir wollen, ob wir Dalla-Dalla, Piki-Piki oder ein Taxi brauchen und worauf wir warten. Nachdem wir aus dem Tumult geflüchtet sind ging es dann aber und wir warteten auf Rebekka und Anna, die in Mwanga ihr Zuhause haben. Diese holten uns mit Piki-Pikis ab. In Tosa sind wir zwar auch schon Piki-Piki gefahren (Piki-Piki ist ein Motorrad), allerdings nicht in dem Ausmaß, wie wir es im Norden gefahren sind. Wir haben uns also mit unseren riesigen Rucksäcken auf die Pikis geschwungen und sind in Richtung Hostel abgedüst. Das Hostel wird von Schwestern betrieben und ist wirklich sehr schön. In Mwanga haben wir fast eine Woche verbracht und sehr viel erlebt. Wir waren in der Großstadt Moshi und waren dort lecker essen und in einem großen Supermarkt, der es mit deutschen Supermärkten aufnehmen kann. Wir waren in Marangu bei Wasserfällen und haben Nele in ihrer Einsatzstelle besucht. Außerdem haben wir mit Hanna, Jasmin und ihrer Schwester einen großen Markt in Mwanga besucht und waren auch bei ihnen zu Hause. Einmal waren wir auch bei Rebekka und Anna zu Hause zum Essen eingeladen, was ein sehr schöner und vor Allem leckerer Abend war. Am Samstag, unserem letzten Tag in Mwanga, waren wir noch ein bisschen wandern und konnten von oben sogar bis nach Kenia schauen. Leider kann ich nicht jeden Tag ganz genau beschreiben, da der Text sonst noch länger wird. Aber wen irgendwas genauer interessiert kann mich ja persönlich fragen. Insgesamt war es eine sehr schöne Woche in Mwanga und wir sind begeistert von allen Einsatzstellen. Besonders neidisch sind wir auf die Grasflächen, die alle haben… Danke an Rebekka, Anna, Hanna, Jasmin und Nele, die uns alle so herzlich empfangen haben und mit denen wir wirklich schöne Tage hatten.
Am Sonntag ging es dann weiter nach Sanya Juu zu Clara und Jojo. Wir fuhren erst nach Moshi, wo uns wieder sehr freundlich geholfen wurde, den richtigen Dalla Dalla nach Sanya zu finden. Auf unserem gesamten Weg konnten wir sehr gut den Kilimandscharo sehen. Die ersten Tage war es leider wolkig aber irgendwann konnten wir den Kili in seiner vollen Pracht sehen, was wirklich eindrucksvoll war. Allein deswegen war der Norden schon einer Reise wert.
In Sanya standen wir etwas verloren rum, da leider kein Dalla Dalla dorthin fuhr, wo wir hin wollten. Also mussten wir uns wieder auf Pikis schwingen und die letzten Meter damit zurücklegen.
Bei den Mädels in Sanya hat es uns richtig gut gefallen, besonders die Wohnverhältnisse haben uns begeistert. Das warme Wasser beim Duschen war dann noch die Krönung. Nach 4 Monaten wieder warm zu duschen war zu schön um wahr zu sein.
In Sanya haben wir dann man ein Tag im Health Centre mitgearbeitet und Dienstag haben wir einen Ausflug gemacht, der abenteuerlicher wurde als erwartet. Unser Ziel waren „warme Quellen“ in der Nähe von Boma. So richtig wusste irgendwie niemand Bescheid, aber mehrere Leute versicherten uns es sei ein schöner Ort. Wir also los nach Boma. Von dort aus wussten wir nicht genau, welches Verkehrsmittel das geeignetste ist und entschieden uns letztendlich für ein „Dreirad“. Auf den Bildern, die ich hochladen werde ist dieses Gefährt zu sehen, für diejenigen, die sich jetzt nichts darunter vorstellen können. Auf jeden Fall haben wir uns dann zu 4. In dieses Ding gequetscht und los ging es. Über eine Stunde waren wir unterwegs über die schlimmsten afrikanischen Straßen, die man sich so vorstellen kann. Über „Stock und Stein“ hat für mich eine neue Bedeutung bekommen. Zwischenzeitlich mussten wir auch aussteigen, da es mit uns nicht weiter kam und ein paar mal mussten wir auch anschieben. Die Fahrt hat sich allerdings gelohnt, da wir an einen nahezu paradiesischen Ort kamen. Dort waren auch noch mehr Touris mit großen Geländewagen, neben denen unser Dreirad doch etwas lächerlich wirkte. Das Wasser war warm und türkisblau, sodass man bis auf den Boden schauen konnte. Die Quelle war von Dschungel umgeben, sodass man mitten in der Natur war. Die Bilder sagen da glaube mehr aus.
Um es etwas abzukürzen: Nach einer genauso holprigen Rückfahrt konnten wir nur noch lachen und schwärmen von unserem Abenteuer.
Nach einem letzten entspannten Filmabend in Sanya Juu ging es Mittwoch weiter nach Arusha, in das wirkliche Stadtleben. Wir wurden sehr herzlich von den Schwestern verabschiedet und waren wirklich traurig gehen zu müssen. Danke an Clara und Jojo, es waren wirklich unvergessliche Tage!!
Nach Arusha fuhren wir auch nochmal in etwa 3 Stunden. Empfangen wurden wir von Konrad und Jan-Niklas. Arusha war für uns wirklich eine komplett andere Welt. Wir dachten schon Iringa wäre eine Stadt, aber dagegen ist unser Iringa eher ein ruhiges Städtchen.
Dort angekommen ging es erstmal beim Mexikaner essen, was sehr lecker war. Essen kann man in Arusha allgemein sehr gut, wie wir feststellen durften J Mittwochabend waren wir direkt eingeladen an einer Verabschiedungsfeier für eine Schwester teilzunehmen. Danach hieß es noch in Konrads Geburtstag reinfeiern. Donnerstag schauten wir uns dann noch ein bisschen die Stadt und waren auf einem großen Masai Markt. Abends feierten wir nochmal Konrads Geburtstag.
Freitag verabschiedeten wir uns dann für einen Tag, um unsere letzte Station im Norden zu besuchen, nämlich Bich und Magda auf der Kaffeeplantage. Dorthin waren wir auch von einem Bruder eingeladen, den wir schon aus Tosa kannten, da er dort zu Besuch war.
Auch dort wurden wir wieder sehr freundlich empfangen und hatten einen leider sehr kurze aber dennoch schöne Zeit. Die Plantage ist wirklich riiiiiiesig, aber wunderschön. Wir verbrachten eine Nacht in Karatu nachdem uns Bich und Magda ein bisschen ihr zu Hause gezeigt hatten. Am nächsten Tag ging es früh los auf eine kleine Tour in ein Buschdorf. Auf unserem Hinweg kauften wir als Gastgeschenk für das Buschvolk noch eben schnell Marihuana und dann ging es direkt in den Busch.
Die Menschen in dem Dorf lebten noch komplett ursprünglich vom Jagen und Sammeln. Wir durften uns alles anschauen und auch mal mit dem Bogen schießen. Leider verstanden die Menschen kein Kiswahili, sondern sprachen ihre eigene Sprache mit vielen Klicklauten.
Es war sehr interessant und beeindruckend eine solche Lebensweiße zu sehen.
Danach haben wir uns noch einen großen See angeschaut (Lake Elasy). Danach mussten wir auch schon wieder zurück zum Mittagessen, da wir direkt danach wieder nach Arusha mussten. Geplant war eigentlich Sonntag zurück nach Tosa zu fahren, allerdings fuhr da kein Bus und so mussten wir bis Montag in Arusha verweilen. Danke an Bich und Magda für die viel zu kurze, aber schöne Zeit!
Samstag und Sonntag entspannten wir uns dann noch ein bisschen in Arusha und Montag ging es dann ab nach Hause. Danke auch an Konrad und Jan-Niklas für die Gastfreundlichkeit J
Unsere Reise im Norden war sehr schön und wir haben wirklich viel erlebt. Leider konnte ich nicht jede Einsatzstelle beschreiben und nicht alle Tage so erzählen, wie sie waren. Aber wenn doch noch was ungeklärt sein sollte, bin ich gerne bereit nochmal genauer auf was einzugehen!!
Danke an die ganze Norden-Crew, dass ihr uns so herzlich aufgenommen habt und euch eure Gegend gezeigt habt! Karibuni sana Tosamaganga!! J
Montagabend kamen wir dann nach 13 Stunden Fahrt endlich zu Hause an. Im Waisenheim wurden wir total herzlich empfangen und alle freuten sich unglaublich uns zu sehen. Besonders die Kinder freuten sich noch 3 Tage später immer wieder wie verrückt uns zu sehen. Wir konnten uns natürlich kaum noch halten endlich zu den Babys zu gehen. So sah ich meinen kleinen Johnny nach einem Monat schmerzlicher Trennung endlich wieder. Ein bisschen größer ist er schon geworden, aber am verrücktesten ist, dass er jetzt Rumkrabbelt wie ein Weltmeisten. An den Anblick muss ich mich erstmal gewöhnen. Es ist echt schön wieder hier zu sein.
Ein paar Sachen haben sich auch verändert. Zum einen sind viele Mitarbeiterinnen in der Zeit, in der wir weg waren, gegangen und viele neue gekommen. Außerdem ist Sister Bibi weg L Sister Bibi war die älteste Schwester und eine richtige Oma. Leider war sie auch unsere Küchen-Fee, die Pizza backen konnte L Sehr traurig. Aber auch so ist es schade, dass wir uns nicht verabschieden konnten.
Außerdem hat sich was an meinem Arbeitsfeld verändert. Ich unterrichte jetzt nicht mehr im Kindergarten, sondern arbeite nur noch im Waisenheim und in der Schneiderschule.
Ich hatte ja ein paar Probleme mit dem Unterrichten der Kleinen und außerdem herrscht dort sowieso Lehrer-Überfluss. Von daher freue ich mich sehr über diese Veränderung J
Das war’s dann auch schon.
Jetzt habe ich bestimmt total viel vergessen und manches viel zu genau beschrieben, aber wie gesagt, für Fragen bin ich immer offen J
Viele Grüße in das frühlingshafte Deutschland, ich vermisse euch !
Seit einer Woche bin ich nun endlich wieder in meinem tansanischen Zuhause. Das Zurückkommen nach einem Monat hat sich wirklich wie Nach-hause-kommen angefühlt und es war einfach total schön wieder Menschen und Umgebung zu kennen.
In dem vergangenen Monat ist wieder viel passiert und wir haben offiziell die Halbzeit erreicht!! Wir haben jetzt unseren ersten Urlaub hinter uns, der uns durch den gesamten Norden von Tansania geführt hat. Dort sind wir von Einsatzstelle zu Einsatzstelle gereist und haben unsere Mitreisenden von der Caritas besucht.
Angefangen hat unsere große Reise am 6.2.2014 in Richtung Daressalaam. Dort fand nämlich unser Zwischenseminar mit der ganzen Gruppe statt.
Das Zwischenseminar war sehr schön und es war auch ordentlich was zutun. Wir hatten Einzelgespräche mit unseren deutschen Mentoren, mussten in Gruppen bestimmte Themen in Bezug auf Tansania ausarbeiten, waren an der Uni in Dar zu Besuch, hatten einen Reporter zu Gast, haben einen „Bunten Abend“ mit den Leuten vom Agape Centre veranstaltet und hatten mal wieder einen sehr erholsamen Strandtag. Außerdem Morgenandachten und auch abends nochmal einen Abschluss in der Gruppe. Außerdem haben wir uns endlich mal wieder alle gesehen und nach 4 Monaten Tansania gab es natürlich viel zu reden und auch viel zu hören. Ich fand es erstaunlich, wie verschieden doch die Erlebnisse von der bisherigen Zeit waren. Insgesamt waren aber glaube ich alle recht zufrieden.
Nach dem Zwischenseminar am 14.2. ging es weiter nach Bagamoyo. Dort waren wir mit 16 Leuten, was manchmal doch etwas chaotisch war. In Bagamoyo hatten wir leider nicht so gutes Wetter und auch die Strände waren nicht sooo super schön. Trotzdem haben wir das Beste draus gemacht und dort ein paar schöne Tage verbracht. Am Montag den 17.2. ging unsere Reise dann wirklich los, denn von nun an reisten Nina und ich alleine durch den schönen Norden Tansanias. Unsere Reise ging in Bagamoyo mit dem Dalla-Dalla los, das uns über Holper-Straßen zu einer größeren Busstation brachte. Dort kamen wir ca. um 8 an und hatten somit noch genug Zeit zum frühstücken. Das taten wir in einer kleinen „Hütte“, die eigentlich nicht mal Wände hatte. Als wir reinkamen war der einzige Tisch schon belegt und wir wollten uns auf eine Bank setzen. Allerdings sind dann schon mehrere Menschen aufgestanden, sodass wir letztendlich doch am Tisch saßen. Unser Frühstück bestand dann aus sehr leckeren Chapatis und einer Tasse Tee. Als wir bezahlen wollten, wurden wir auch noch von einem netten Herr eingeladen, was wir sehr rührend fanden. Danach ging die Warterei los. Reisen in Tansania besteht aus viel Busfahren und viel Warten. Allerdings gibt es auch immer sehr viele nette Menschen, die einem unbedingt helfen wollen. So haben wir auch an diesem Busstand mindestens 3 Leuten unsere Bustickets gezeigt, die dann alle für uns Ausschau hielten. Seit den ersten 5 Minuten unserer Wartezeit überlegten wir, ob wir uns noch Ananas kaufen sollten. Allerdings ließen wir es immer, weil wir dachten „Der Bus kommt gleich, da muss es schnell gehen“ Nach einer Stunde Hin und Her entschlossen wir uns doch noch Ananas zu kaufen und Nina machte sich auf zu den Verkäufern. Dieser wollte gerade anfangen zu schneiden, als dann der Bus einfuhr. Der hatte es sehr eilig, dass wir einsteigen und somit mussten wir den Verkäufer leider sitzen lassen. Der Bus war ein echter Luxus-Bus. Wir saßen direkt in vorderster Reihe und hatten somit auch (leider) perfekte Sicht auf die Straße. Wenn man keinen Nervenzusammenbruch haben möchte, sollte man entweder die Augen zu haben oder nicht darüber nachdenken, was der Busfahrer gerade tut. Mit zwischenzeitlich 140 rasten wir über die tansanischen Straßen, überholten mit unserem Reisebus riesige Öltanker, machten Vollbremsungen vor Schafherden oder hupten wild irgendwelche Autos/Tiere/Menschen an. Überholt wird in Tansania wild hupend an ungefähr jeder Stelle, ob man gute Sicht hat oder nicht. Immer wieder kamen mir Bilder von brennenden Bussen aus den tansanischen Nachrichten in den Kopf (jeden Tag wird in den Nachrichten von irgendwelchen Unfällen berichtet). Am besten war es also einfach zu schlafen. Ansonsten war die Fahrt sehr komfortabel. Wir bekamen kalte Soda und machten Rast an einem riesigen Rastplatz, wo man das Mittagsessen kaufen konnte. Ohne weitere Probleme kamen wir nach 7 Stunden an unserer ersten Station Mwanga an. Busfahren in Tansania ist zwar anstrengend, aber es macht auch Spaß, da man durch typisch afrikanische Landschaften fährt wo kilometerweit einfach nur nichts ist.
Das Aussteigen war dann wieder etwas stressig, da wir von bestimmt 20 Männern umzingelt wurden, die alle wissen wollten wohin wir wollen, ob wir Dalla-Dalla, Piki-Piki oder ein Taxi brauchen und worauf wir warten. Nachdem wir aus dem Tumult geflüchtet sind ging es dann aber und wir warteten auf Rebekka und Anna, die in Mwanga ihr Zuhause haben. Diese holten uns mit Piki-Pikis ab. In Tosa sind wir zwar auch schon Piki-Piki gefahren (Piki-Piki ist ein Motorrad), allerdings nicht in dem Ausmaß, wie wir es im Norden gefahren sind. Wir haben uns also mit unseren riesigen Rucksäcken auf die Pikis geschwungen und sind in Richtung Hostel abgedüst. Das Hostel wird von Schwestern betrieben und ist wirklich sehr schön. In Mwanga haben wir fast eine Woche verbracht und sehr viel erlebt. Wir waren in der Großstadt Moshi und waren dort lecker essen und in einem großen Supermarkt, der es mit deutschen Supermärkten aufnehmen kann. Wir waren in Marangu bei Wasserfällen und haben Nele in ihrer Einsatzstelle besucht. Außerdem haben wir mit Hanna, Jasmin und ihrer Schwester einen großen Markt in Mwanga besucht und waren auch bei ihnen zu Hause. Einmal waren wir auch bei Rebekka und Anna zu Hause zum Essen eingeladen, was ein sehr schöner und vor Allem leckerer Abend war. Am Samstag, unserem letzten Tag in Mwanga, waren wir noch ein bisschen wandern und konnten von oben sogar bis nach Kenia schauen. Leider kann ich nicht jeden Tag ganz genau beschreiben, da der Text sonst noch länger wird. Aber wen irgendwas genauer interessiert kann mich ja persönlich fragen. Insgesamt war es eine sehr schöne Woche in Mwanga und wir sind begeistert von allen Einsatzstellen. Besonders neidisch sind wir auf die Grasflächen, die alle haben… Danke an Rebekka, Anna, Hanna, Jasmin und Nele, die uns alle so herzlich empfangen haben und mit denen wir wirklich schöne Tage hatten.
Am Sonntag ging es dann weiter nach Sanya Juu zu Clara und Jojo. Wir fuhren erst nach Moshi, wo uns wieder sehr freundlich geholfen wurde, den richtigen Dalla Dalla nach Sanya zu finden. Auf unserem gesamten Weg konnten wir sehr gut den Kilimandscharo sehen. Die ersten Tage war es leider wolkig aber irgendwann konnten wir den Kili in seiner vollen Pracht sehen, was wirklich eindrucksvoll war. Allein deswegen war der Norden schon einer Reise wert.
In Sanya standen wir etwas verloren rum, da leider kein Dalla Dalla dorthin fuhr, wo wir hin wollten. Also mussten wir uns wieder auf Pikis schwingen und die letzten Meter damit zurücklegen.
Bei den Mädels in Sanya hat es uns richtig gut gefallen, besonders die Wohnverhältnisse haben uns begeistert. Das warme Wasser beim Duschen war dann noch die Krönung. Nach 4 Monaten wieder warm zu duschen war zu schön um wahr zu sein.
In Sanya haben wir dann man ein Tag im Health Centre mitgearbeitet und Dienstag haben wir einen Ausflug gemacht, der abenteuerlicher wurde als erwartet. Unser Ziel waren „warme Quellen“ in der Nähe von Boma. So richtig wusste irgendwie niemand Bescheid, aber mehrere Leute versicherten uns es sei ein schöner Ort. Wir also los nach Boma. Von dort aus wussten wir nicht genau, welches Verkehrsmittel das geeignetste ist und entschieden uns letztendlich für ein „Dreirad“. Auf den Bildern, die ich hochladen werde ist dieses Gefährt zu sehen, für diejenigen, die sich jetzt nichts darunter vorstellen können. Auf jeden Fall haben wir uns dann zu 4. In dieses Ding gequetscht und los ging es. Über eine Stunde waren wir unterwegs über die schlimmsten afrikanischen Straßen, die man sich so vorstellen kann. Über „Stock und Stein“ hat für mich eine neue Bedeutung bekommen. Zwischenzeitlich mussten wir auch aussteigen, da es mit uns nicht weiter kam und ein paar mal mussten wir auch anschieben. Die Fahrt hat sich allerdings gelohnt, da wir an einen nahezu paradiesischen Ort kamen. Dort waren auch noch mehr Touris mit großen Geländewagen, neben denen unser Dreirad doch etwas lächerlich wirkte. Das Wasser war warm und türkisblau, sodass man bis auf den Boden schauen konnte. Die Quelle war von Dschungel umgeben, sodass man mitten in der Natur war. Die Bilder sagen da glaube mehr aus.
Um es etwas abzukürzen: Nach einer genauso holprigen Rückfahrt konnten wir nur noch lachen und schwärmen von unserem Abenteuer.
Nach einem letzten entspannten Filmabend in Sanya Juu ging es Mittwoch weiter nach Arusha, in das wirkliche Stadtleben. Wir wurden sehr herzlich von den Schwestern verabschiedet und waren wirklich traurig gehen zu müssen. Danke an Clara und Jojo, es waren wirklich unvergessliche Tage!!
Nach Arusha fuhren wir auch nochmal in etwa 3 Stunden. Empfangen wurden wir von Konrad und Jan-Niklas. Arusha war für uns wirklich eine komplett andere Welt. Wir dachten schon Iringa wäre eine Stadt, aber dagegen ist unser Iringa eher ein ruhiges Städtchen.
Dort angekommen ging es erstmal beim Mexikaner essen, was sehr lecker war. Essen kann man in Arusha allgemein sehr gut, wie wir feststellen durften J Mittwochabend waren wir direkt eingeladen an einer Verabschiedungsfeier für eine Schwester teilzunehmen. Danach hieß es noch in Konrads Geburtstag reinfeiern. Donnerstag schauten wir uns dann noch ein bisschen die Stadt und waren auf einem großen Masai Markt. Abends feierten wir nochmal Konrads Geburtstag.
Freitag verabschiedeten wir uns dann für einen Tag, um unsere letzte Station im Norden zu besuchen, nämlich Bich und Magda auf der Kaffeeplantage. Dorthin waren wir auch von einem Bruder eingeladen, den wir schon aus Tosa kannten, da er dort zu Besuch war.
Auch dort wurden wir wieder sehr freundlich empfangen und hatten einen leider sehr kurze aber dennoch schöne Zeit. Die Plantage ist wirklich riiiiiiesig, aber wunderschön. Wir verbrachten eine Nacht in Karatu nachdem uns Bich und Magda ein bisschen ihr zu Hause gezeigt hatten. Am nächsten Tag ging es früh los auf eine kleine Tour in ein Buschdorf. Auf unserem Hinweg kauften wir als Gastgeschenk für das Buschvolk noch eben schnell Marihuana und dann ging es direkt in den Busch.
Die Menschen in dem Dorf lebten noch komplett ursprünglich vom Jagen und Sammeln. Wir durften uns alles anschauen und auch mal mit dem Bogen schießen. Leider verstanden die Menschen kein Kiswahili, sondern sprachen ihre eigene Sprache mit vielen Klicklauten.
Es war sehr interessant und beeindruckend eine solche Lebensweiße zu sehen.
Danach haben wir uns noch einen großen See angeschaut (Lake Elasy). Danach mussten wir auch schon wieder zurück zum Mittagessen, da wir direkt danach wieder nach Arusha mussten. Geplant war eigentlich Sonntag zurück nach Tosa zu fahren, allerdings fuhr da kein Bus und so mussten wir bis Montag in Arusha verweilen. Danke an Bich und Magda für die viel zu kurze, aber schöne Zeit!
Samstag und Sonntag entspannten wir uns dann noch ein bisschen in Arusha und Montag ging es dann ab nach Hause. Danke auch an Konrad und Jan-Niklas für die Gastfreundlichkeit J
Unsere Reise im Norden war sehr schön und wir haben wirklich viel erlebt. Leider konnte ich nicht jede Einsatzstelle beschreiben und nicht alle Tage so erzählen, wie sie waren. Aber wenn doch noch was ungeklärt sein sollte, bin ich gerne bereit nochmal genauer auf was einzugehen!!
Danke an die ganze Norden-Crew, dass ihr uns so herzlich aufgenommen habt und euch eure Gegend gezeigt habt! Karibuni sana Tosamaganga!! J
Montagabend kamen wir dann nach 13 Stunden Fahrt endlich zu Hause an. Im Waisenheim wurden wir total herzlich empfangen und alle freuten sich unglaublich uns zu sehen. Besonders die Kinder freuten sich noch 3 Tage später immer wieder wie verrückt uns zu sehen. Wir konnten uns natürlich kaum noch halten endlich zu den Babys zu gehen. So sah ich meinen kleinen Johnny nach einem Monat schmerzlicher Trennung endlich wieder. Ein bisschen größer ist er schon geworden, aber am verrücktesten ist, dass er jetzt Rumkrabbelt wie ein Weltmeisten. An den Anblick muss ich mich erstmal gewöhnen. Es ist echt schön wieder hier zu sein.
Ein paar Sachen haben sich auch verändert. Zum einen sind viele Mitarbeiterinnen in der Zeit, in der wir weg waren, gegangen und viele neue gekommen. Außerdem ist Sister Bibi weg L Sister Bibi war die älteste Schwester und eine richtige Oma. Leider war sie auch unsere Küchen-Fee, die Pizza backen konnte L Sehr traurig. Aber auch so ist es schade, dass wir uns nicht verabschieden konnten.
Außerdem hat sich was an meinem Arbeitsfeld verändert. Ich unterrichte jetzt nicht mehr im Kindergarten, sondern arbeite nur noch im Waisenheim und in der Schneiderschule.
Ich hatte ja ein paar Probleme mit dem Unterrichten der Kleinen und außerdem herrscht dort sowieso Lehrer-Überfluss. Von daher freue ich mich sehr über diese Veränderung J
Das war’s dann auch schon.
Jetzt habe ich bestimmt total viel vergessen und manches viel zu genau beschrieben, aber wie gesagt, für Fragen bin ich immer offen J
Viele Grüße in das frühlingshafte Deutschland, ich vermisse euch !
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